Die Geschichte der 1. Dampfbierbrauerei Zwiesel

Im Jahre 1878 übernahm Wolfgang Pfeffer von seinem Vetter Franz Pfeffer aus Ottmannszell bei Lam die Brauerei in Zwiesel Stadtplatz 60. Wolfgang blieb noch 4 Jahre als Braumeister in Mainz. Seine Brüder Josef und Michl leiteten inzwischen den Betrieb, der eine als Braumeister der andere als Gastwirt. Sofort nach seiner Ankunft in Zwiesel begann Wolfgang beim Sommerkeller an der Regenerstraße die Brauerei aufwendig auszubauen. Dies führte bald zu finanziellen Schwierigkeiten, die nur mit Hilfe von Josefs Ersparnissen gemeistert werden konnten.
Die "Erste Dampfbierbrauerei Zwiesel" wurde gegründet. Es war das Jahr 1889.
Bereits am 7 Juli 1891 starb Wolfgang. Am 31.1.1892 musste seine Erbin Anna am Amtsgericht Regen Konkurs erklären. Noch vor Konkursschluss kaufte der Gerichtsvollzieher Josef Zwack mit Josef und Michael Pfeffer der Witwe das gesamte Anwesen ab.
In der Nacht vom 2. auf den 3. Oktober 1898 brannte die Brauerei total nieder. Nach dem Wiederaufbau schied Josef Zwack im Jahre 1901 gegen eine Ablöse wieder aus dem Betrieb aus.
Heute ist der Betrieb immer noch in Familienbesitz und wird von Mark Pfeffer in der 5.Generation geleitet. Ober- und untergärige Biere werden auch heute noch in der Tradition von Wolfgang und Josef Pfeffer eingebraut und im mittleren bayrischen Wald vertrieben. Zur Spezialität der Brauerei hat sich aber das Dampfbier entwickelt. Es wurde im Jahre 1989 zur 100 Jahrfeier nach den überlieferten Vorschriften aus der Gründungszeit wieder eingebraut. Seither ist das Dampfbier aus Zwiesel zu einem Begriff geworden. Urlauber haben es weit über den Bayerischen Wald hinaus bekannt gemacht. Dadurch ist das Dampfbier zu eine wichtigen Säule im Konkurrenzkampf der 1. Dampfbierbrauerei gegen die Massenbiere geworden.

Bierprobe 1899

Bild des Brauereigründers
vor großen Fässern

vor den zum Pichen ausgebrachten Lagerfässern:
Brauereigründer W. Pfeffer, mit Vollbart, sein Bruder J.Pfeffer, am Tisch gegenüber und dessen Sohn J. Pfeffer, erster von links.